Pflegeversicherung

Wer den Alltag wegen Krankheit oder Behinderung nicht alleine bewältigen kann, ist auf Hilfe angewiesen und damit pflegebedürftig. Eine private Pflegeversicherung erbringt Geld- oder Sachleistungen, um die erforderliche Pflege zu gewährleisten.

Pflegeversicherung

Das Thema Pflege und die damit verbundenen Kosten sind in aller Munde. Dennoch sorgen die Wenigsten mit Hilfe einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung vor. Das hat verschiedene Gründe:

Häufigkeit von Pflegebedürftigkeit

Je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden. Man muss sich nur mal vor Augen führen, wie viele Menschen heute schon mit Rollatoren durch die Supermärkte fahren müssen. Auch Demenz tritt mit einer hohen Häufigkeit auf. Viele Menschen kennen das aus ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Es kann also jeden treffen und je älter wir werden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, ein Pflegefall zu werden. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Sie ist, können Sie ganz einfach herausfinden.

Beispiel: Sie sind eine Frau und Heute 35 Jahre alt. Statistisch werden Sie 92,3 Jahre alt und damit zu 64,4 Prozent ein Pflegefall!!! Aus diesem Grund betrifft dieses Thema jeden!

Kosten bei Pflegebedürftigkeit

Die Kosten bei einer Pflegebedürftigkeit werden meist erheblich unterschätzt. Auch die Pflegekostenrechner im Internet liefern leider meist zu optimistische Berechnungen. Das liegt vor allem daran, dass die regionalen Unterschiede durchaus erheblich sein können. Gerade in NRW sind die Kosten für die Pflege mit am höchsten. Berechnen können Sie diese hier: Pflegekostenrechner. Allerdings gibt es Fälle aus der Praxis, wo der Eigenanteil nahezu doppelt so hoch ist! Deshalb kann man sich ein besseres Bild im Pflegenavigator verschaffen. Hier können Sie das Pflegeheim Ihrer Wahl aussuchen und nachsehen, mit welchem Eigenanteil zu rechnen ist.

Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt über alle Altersgruppen hinweg 6,4 Jahre! Natürlich wird man nicht die ganze Zeit nur einen Pflegegrad haben, viel mehr verschlechtert sich der Pflegegrad oft Schritt für Schritt. Wenn man sich also vor Augen führt, dass die Kosten je nach Pflegeart (ambulant oder stationär) 1.500 € bis 3.000 € pro Monat betragen, dürfte das die Leistungsfähigkeit der meisten Rentner deutlich übersteigen. Die Kosten können somit schnell mehrere hunderttausend Euro betragen.

Eine Pflegeversicherung kann diese Kosten erheblich reduzieren. Die Gestaltung erfolgt individuell nach der persönlichen Vermögenslage und Einkommenssituation.

Finanzierung der Pflege

Zunächst einmal ist es derzeit so, dass es keine Unterschiede in der Leistung bei einem Pflegefall gibt, egal ob er seinen Eigenanteil selbst bestreiten kann oder nicht. Viele verleitet das zu der Annahme, dass deshalb eine Pflegeversicherung auch nicht notwendig ist. Schließlich erhält man ja die Pflege, die man benötigt. Zur Not auf Kosten des Sozialamtes. Die Leidtragenden in dieser Situation sind die Angehörigen:

Der Ehepartner

Oft ist der Ehepartner noch gesund und wohnt in der bisherigen Wohnung oder Haus. Somit sind die laufenden Kosten nahezu unverändert. Die Kosten für die Pflege kommen „oben drauf“. Zunächst muss (im Rahmen von gewissen Grenzen) das Vermögen aufgebraucht werden. Das Geld, das man sich für ein schönes Leben im Alter angespart hat, rinnt einem dann sehr schnell durch die Finger. So kann es dazu kommen, dass der Partner innerhalb sehr kurzer Zeit auf Sozialhilfe angewiesen ist und sich im Alter erheblich einschränken muss. Das sogar dann, wenn durchaus ein kleines Vermögen angespart war. Bei einem Eigenanteil von 3.000 € pro Monat werden 36.000 € pro Jahr aufgezehrt! Falls Wohneigentum vorhanden ist, kann man dort normalerweise nicht vertrieben werden. Allerdings kann das Sozialamt darauf zurückgreifen, wenn der Ehepartner ebenfalls verstorben ist. Für die Kinder bleibt dann nichts vom Erbe.

Die Kinder

Können die Eltern die Kosten nicht mehr selbst bestreiten, ist nicht nur das Erbe für die Kinder verloren, sondern sie werden dann selbst zur Kasse gebeten. Dies erfolgt zwar unter gewissen Freigrenzen, aber gerade bei „Gutverdienern“ führt das zu einer empfindlichen Kürzung des Einkommens. Die Höhe des zu zahlenden „Elternunterhaltes“ ist sehr individuell und kann hier ermittelt werden: Rechner Elternunterhalt. Auch Schenkungen (z.B.  eines Hauses oder Geldbetrages) aus den letzten 10 Jahren können vom Sozialamt zurück gefordert werden. Das hat erhebliche finanzielle Auswirkungen zur Folge.

Das Sozialamt wird jede rechtlich erlaubte Möglichkeit nutzen, das in Vorleistung erbrachte Geld für die Pflege von den Angehörigen wieder zu bekommen. Falls sich Rückstände angestaut haben, müssen die Angehörigen auch über den Tod des zu Pflegenden hinaus die Schuld tilgen. Das gilt auch für die Kinder.

Fazit

Im Gegensatz zu einer klassichen Krankenzusatzversicherung schließt man eine zusätzliche private Pflegeversicherung also nicht ab, um eine bessere Versorgung zu erhalten. Vielmehr gilt es, den Ehepartner und die Kinder vor großen finanziellen Einbußen und den Verlust des Erbes zu beschützen. Gerade der Ehepartner kann durch den Eintritt des Pflegefalles selber schnell zum Sozialfall werden.

Hohe Kosten für eine private Pflegeversicherung

Häufig werden die Kosten für eine Pflegeversicherung als hoch angesehen. Aber vor dem Hintergrund der Eintrittshäufigeit und der Höhe der Erstattungen haben die Beiträge Ihre Berechtigung. Anhand der individuellen Vertragsgestaltung kann man die Kosten für eine solche Versicherung erheblich reduzieren. So kann man z.B. nur die hohen Pflegegrade versichern, wenn eine häusliche Laienpflege nicht mehr alleine bewerkstelligt werden kann. Auch sollte man eine solche Versicherung so früh, wie möglich, abschließen. Je jünger man ist, desto geringer sind die Beiträge. Außerdem werden häufig Gesundheitsfragen gestellt. Je jünger man ist, desto weniger Vorerkrankungen liegen in der Regel vor. Dann ist die Versicherung des eigenen Vermögens eine gute und bezahlbare Sache.

Weitere wichtige verwandte Themen:

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Jeder sollte ab 18 Jahren eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben. Aber je älter man wird, desto dringlicher ist dies. Hier wird geregelt, wer sich um die Angelegenheiten kümmert, wenn man es selber nicht mehr kann. Auch wird festgelegt, welche Behandlungen man wünscht und welche nicht. Im Internet finden Sie dazu viele Muster. Leider ist die Rechtslage nicht ganz eindeutig, so dass es in der Praxis schon mal zu Problemen mit der Akzeptanz kommen kann. Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man einen Notar einschalten. Das hat aber Kosten zur Folge. Aber in jedem Fall gilt: Jede Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ist besser als keine!

Sterbegeld

Eine Sterbegeldversicherung sollte jeder haben. Insbesondere für die Angehörigen ist dies eine erhebliche Entlastung. Die Kosten einer Bestattung liegen meist deutlich über 5.000 €. Diese Versicherung ist für jeden sinnvoll, denn es gibt zwei Arten:

  • Laufender Beitrag: Dies eignet sich, wenn man das Geld für eine Bestattung nicht auf der hohen Kante hat. So kann mit kleinen Beiträgen vorgesorgt werden.
  • Einmalbeitrag: Dies eignet sich, wenn man das Geld auf der hohen Kante hat. Man zahlt dann weniger ein, als die Versicherungssumme ist und spart damit sofort Geld. Außerdem hat man steuerliche Vorteile und ggf. auch Zusatzleistungen.

Weitere Infos zum Sterbegeld

 

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Telefon: 0180 600 58 50
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Nordwall 39
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Telefax: 02151-635-338
E-Mail: ihk@mittlerer-niederrhein.ihk.de
Webseite: www.mittlerer-niederrhein.ihk.de

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Postfach 08 06 32
10006 Berlin

Tel.: 0800 3696000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 0800 3699000 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Internet: www.versicherungsombudsmann.de

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Postfach 06 02 22
10052 Berlin

Tel.: 0800 2550444 (kostenfrei aus deutschen Telefonnetzen)
Fax: 030 20458931
Internet: www.pkv-ombudsmann.de