Kfz-Versicherung muss bei Bagatellschaden kein Gutachten bezahlen

24.04.2018

Wer bei kleineren Schäden (Bagatellschaden) am Auto einen Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragt, sollte zuvor die Kostenübernahme mit der Versicherung klären. Das gilt auch, wenn die Versicherung des Schädigers sich schon bereiterklärt hat, den vollen Schaden zu regulieren.

Keine Leistung für Gutachten bei einem Bagatellschaden

Das Amtsgericht Hamburg entschied kürzlich über die Klage einer Kfz-Halterin, die neben 760 Euro für die Schadensbehebung auch 360 Euro für ein Gutachten eingefordert hatte. Dieses hielt sie für nötig, um verdeckte Schäden auszuschließen. Der Versicherer hingegen war der Auffassung, es sei für die Geschädigte leicht erkennbar gewesen, dass es sich lediglich um einen Bagatellschaden handelte. Die 360 Euro für das Gutachten gehörten damit nicht zur Versicherungsleistung.

Dieser Argumentation des Versicherers schloss sich das Gericht an und wies die Klage ab. Bei Bagatellschäden – wofür gemeinhin eine Grenze von 1.000 Euro gezogen wird – sei ein einfacher Kostenvoranschlag einer qualifizierten Werkstatt zur Schadensfeststellung ausreichend.

About Oliver Pyzik

Nach dem Studium und den Abschlüssen als Master of Business Administration (MBA) und Diplom-Kaufmann, habe ich meine Karriere im Bereich Versicherungen 2006 bei der Allianz begonnen. Dort habe ich mir das Versicherungsfachwissen angeeignet. Seit 2013 bin ich selbständig als Versicherungsmakler tätig. Zunächst im Rahmen der CP Versicherungsmakler GbR und seit 2017 als Einzelunternehmung unter dem Namen Oliver Pyzik Versicherungmakler.