Geschlossene Fonds: Ist das Ende der Krise in Sicht?

7.02.2019

Der Markt für geschlossene Fonds, die in der Regel als Kommanditgesellschaften aufgelegt werden, war nach einigen Skandalen und der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) 2013 praktisch zum Erliegen gekommen. Schiffsfonds, die reihenweise abgesoffen waren, galten und gelten als Gift für Anleger; Medienfonds erwiesen sich ebenso als Milliardengräber wie zuvor die sogenannten Drei-Länder-Fonds. Dass es auch, gerade in den Bereichen Immobilien und erneuerbare Energien, solide gemanagte und lukrative geschlossene Fonds gab, ging im großen Trend weitgehend unter. Für die meisten Privatanleger war die Assetklasse jahrelang tabu.

Ein Revival für geschlossene Fonds?

Nun zeichnet sich indes ein Revival ab: 2018 konnten 1,1 Milliarden Euro für alternative Investmentfonds (AIFs) nach KAGB – die heute gängige Rechtsform für geschlossene Fonds – eingeworben werden, 400 Millionen mehr als noch 2015. Vor allem Immobilien-AIFs sind wieder gefragt. Die Anleger scheinen die Scheu also langsam wieder zu verlieren, zumal durch die gesetzlichen Verschärfungen das Gros der „schwarzen Schafe“ aus dem Markt gedrängt wurde. Bis zu den Margen, die in alten Glanzzeiten eingeworben wurden, ist es allerdings noch ein weiter Weg; 2007 waren es rund 13 Milliarden Euro. Wichtig zu wissen: Bei AIFs handelt es sich um unternehmerische Beteiligungen, mit allen entsprechenden Risiken, aber auch Chancen.

About Oliver Pyzik

Nach dem Studium und den Abschlüssen als Master of Business Administration (MBA) und Diplom-Kaufmann, habe ich meine Karriere im Bereich Versicherungen 2006 bei der Allianz begonnen. Dort habe ich mir das Versicherungsfachwissen angeeignet. Seit 2013 bin ich selbständig als Versicherungsmakler tätig. Zunächst im Rahmen der CP Versicherungsmakler GbR und seit 2017 als Einzelunternehmung unter dem Namen Oliver Pyzik Versicherungmakler.